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Ratgeber · Strategie ·

Wie finde ich den passenden Unternehmensberater? Sieben Fragen, die Sie vor dem Erstgespräch klären sollten

Mehrere Angebote auf dem Tisch, ähnliche Versprechen, unterschiedliche Preise: Die Wahl des Beraters fällt vielen Inhabern schwerer als die Entscheidung, überhaupt Hilfe zu holen. Woran Sie einen passenden Unternehmensberater erkennen, lässt sich an sieben Fragen festmachen. Keine davon fragt nach dem größten Versprechen.

Michael Selck hört einem Unternehmer im Erstgespräch aufmerksam zu und macht sich Notizen — die richtigen Fragen an den Berater

Wie finde ich den passenden Unternehmensberater? Die ehrliche Antwort: nicht über die Höhe der Versprechen. Ob ein Berater zu Ihrem Unternehmen passt, zeigt sich an drei Dingen: an einer klaren Arbeitsweise, an der Bereitschaft, bis zum Ergebnis zu begleiten, und an sauberen Rahmenbedingungen. Alle drei lassen sich vor der Beauftragung prüfen. Die folgenden sieben Fragen helfen dabei. Nehmen Sie sie mit ins Erstgespräch und achten Sie weniger darauf, wie schnell die Antworten kommen, als darauf, wie konkret sie sind.

Warum große Versprechen kein gutes Kriterium sind

Was eine Beratung am Ende bewirkt, hängt an Ihrem Betrieb, Ihrem Team und Ihrem Markt. Kein Berater kann das vorab seriös in Umsatz oder Prozent beziffern. Was er dagegen vorab beschreiben kann: wie er arbeitet, in welcher Zeit und was am Ende schriftlich vorliegt. Und wer die Lösung schon kennt, bevor er Ihr Unternehmen angesehen hat, hat die Diagnose übersprungen.

Frage 1: Ist der Berater beim BAFA akkreditiert, falls Sie Förderung nutzen wollen?

Möchten Sie die Förderung von Unternehmensberatungen für KMU in Anspruch nehmen, muss der Berater beim BAFA zugelassen sein. Fragen Sie nach der Berater-ID und lassen Sie sich erklären, wie der Antrag abläuft. Bei ONFYR ist Michael Selck akkreditiert (ID 228667). Bei einer Bemessungsgrundlage von 3.500 € liegt Ihr Eigenanteil im Fall einer Bewilligung bei 700 € in Gebieten mit 80 % Förderquote und bei 1.750 € in Gebieten mit 50 %. Ob Ihr Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt, zeigt der Beitrag Förderfähig oder nicht?

Frage 2: Gibt es einen nachvollziehbaren Ablauf?

Gute Beratung folgt einer Reihenfolge, die Sie vorher verstehen. Bei ONFYR sind das vier Schritte:

  • Diagnose: Wo steht das Unternehmen, wo stockt es?
  • Zielbild: Wie soll es in drei Jahren dastehen? Wir planen per Backcasting vom Ziel rückwärts.
  • Fahrplan: Maßnahmen, Reihenfolge, Verantwortliche.
  • Begleitung: Die ersten Maßnahmen starten noch während der Beratung.

Fragen Sie: Was geschieht in welchem Termin, und wer aus Ihrem Team ist wann beteiligt? Kann ein Berater das nicht beantworten, fehlt der Plan für den Plan.

Frage 3: Werden Beratung und Umsetzung getrennt angeboten und abgerechnet?

Das BAFA fördert die Beratung, nicht die Umsetzung. Website, Kampagnen oder ein eingerichtetes KI-System sind nicht förderfähig. Achten Sie deshalb auf einen eigenen Beratungsvertrag und eine Rechnung, die nur Beratungsleistungen enthält, statt eines Pakets zum Festpreis. Bei uns wird die Umsetzung getrennt beauftragt, auf Wunsch über die Spezialisten unserer Markengruppe (pxMEDIA, pxMEDIA AI, myrocketpage) oder über einen Dienstleister Ihrer Wahl. Warum diese Trennung Ihren Zuschuss schützt, lesen Sie unter Beratung oder Umsetzung?

Frage 4: Wird die Reihenfolge eingehalten, statt eine Bewilligung zuzusagen?

Bei der BAFA-Förderung ist die Reihenfolge zwingend: erst der Antrag, dann das Informationsschreiben des BAFA, erst danach Beratungsvertrag und Beginn der Beratung. Werden Sie gebeten, vorher zu unterschreiben, ist Vorsicht geboten. Dasselbe gilt für die Zusage, die Förderung sei sicher. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht; das BAFA entscheidet nach Ermessen. Ein seriöser Berater sagt Ihnen das offen. Die einzelnen Schritte zeigt der Beitrag BAFA-Antrag Schritt für Schritt.

Frage 5: Ist der Zeitrahmen realistisch?

Strategie braucht Zeit zwischen den Terminen: Zahlen werden nachgereicht, Gespräche im Team geführt, Entscheidungen getroffen. Die ONFYR Beratung umfasst fünf Beratungstage, also 40 Stunden, verteilt auf vier bis sechs Wochen. Fragen Sie auch, wie viel Ihrer eigenen Zeit eingeplant ist. Eine Beratung findet mit Ihnen statt, nicht über Sie. Wie sich diese Wochen füllen, beschreibt der Beitrag Was passiert in fünf Beratungstagen?

Frage 6: Ist klar, was am Ende als Ergebnis vorliegt?

Stellen Sie im Gespräch die einfache Frage: Was halte ich am letzten Tag in der Hand? Eine gute Antwort ist konkret, zum Beispiel:

  • ein Beratungsbericht mit Diagnose, Zielbild und Fahrplan, der zugleich Teil des Verwendungsnachweises gegenüber dem BAFA ist
  • ein Fahrplan mit Maßnahmen, Reihenfolge und Verantwortlichen
  • Kennzahlen, an denen Sie den Fortschritt messen
  • Anforderungen für die Umsetzung, mit denen Sie Angebote von Dienstleistern einholen können

Frage 7: Stimmt die Zusammenarbeit im persönlichen Gespräch?

Über mehrere Wochen sprechen Sie mit Ihrem Berater über Zahlen, Schwächen und Menschen in Ihrem Team. Das gelingt nur, wenn das Vertrauen stimmt. Achten Sie im Erstgespräch darauf, wer mehr spricht, ob nachgefragt wird und ob Ihr Gegenüber auch sagt, wenn eine Beratung gerade nicht der richtige Schritt ist. Ihr Bauchgefühl ist hier kein Nebenkriterium.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Denken Sie an den Geschäftsführer eines inhabergeführten Betriebs in Berlin. Er will die nächsten Jahre bewusster planen und hat drei Angebote eingeholt. Die Preise liegen nah beieinander, die Begriffe nicht. Er ist unsicher, worauf er achten soll, und neigt dazu, das Angebot mit den eindrucksvollsten Formulierungen zu nehmen.

Stattdessen legt er die sieben Fragen neben die Unterlagen. In einem Angebot fehlt der Hinweis, ob der Berater beim BAFA zugelassen ist. In einem anderen sind Beratung und Website zu einem Paket gebündelt. Im dritten ist der Ablauf beschrieben, offen bleibt aber, was am Ende vorliegt. Statt auf dem Papier zu entscheiden, führt er Erstgespräche und stellt genau diese Fragen. Er entscheidet sich für den Berater, der auf alle sieben konkret antworten konnte und mit dem das Gespräch gestimmt hat.

Die Checkliste auf einen Blick

  1. Ist der Berater beim BAFA akkreditiert, falls Sie Förderung wünschen?
  2. Gibt es einen nachvollziehbaren Ablauf: Diagnose, Zielbild, Fahrplan, Begleitung?
  3. Werden Beratung und Umsetzung getrennt angeboten und abgerechnet?
  4. Wird die Reihenfolge Antrag, Informationsschreiben, Vertrag eingehalten, ohne eine Bewilligung zuzusagen?
  5. Ist der Zeitrahmen realistisch, etwa vier bis sechs Wochen?
  6. Ist klar, was am Ende als Ergebnis vorliegt?
  7. Stimmt die Zusammenarbeit im persönlichen Gespräch?

Ihr nächster Schritt

Das kostenlose Erstgespräch mit ONFYR dauert 30 Minuten und ist unverbindlich. Nutzen Sie es, um genau diese sieben Fragen zu stellen, auch an uns. Fragen Sie ein Erstgespräch über unser Kontaktformular an oder buchen Sie direkt einen Termin per Microsoft Teams oder Telefon; werktags meldet sich innerhalb von 24 Stunden ein Mensch. Was die BAFA-Förderung für Ihre Beratung bedeutet, zeigt das Rechenbeispiel auf unserer Startseite. Ida beantwortet Ihre erste Frage auch direkt hier auf dieser Seite.

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