Was passiert in fünf Beratungstagen? So arbeitet eine Strategieberatung im Mittelstand

Bei ONFYR umfasst die Strategieberatung fünf Beratungstage, also 40 Stunden, verteilt auf vier bis sechs Wochen. Die Tage liegen bewusst nicht am Stück. Zwischen den Terminen arbeitet das Besprochene im Betrieb weiter: Zahlen werden nachgereicht, Schlüsselpersonen befragt, erste Entscheidungen getroffen. Die Beratung folgt vier Schritten, die aufeinander aufbauen: Diagnose, Zielbild, Fahrplan und Begleitung. Sie bilden zugleich den Kern der ONFYR-Methode.
Schritt 1: Diagnose — wo Ihr Unternehmen heute steht
Am Anfang steht ein ehrlicher Blick auf den Ist-Zustand. Nicht, um ihn fortzuschreiben, sondern um den Startpunkt genau zu kennen. Die Diagnose beantwortet drei Fragen:
- Standort: Wo steht das Unternehmen wirklich? Angebot, Kundschaft, Markt, Team und digitale Reife kommen auf den Tisch.
- Engpässe: Wo stockt es? Fehlen Leute, fehlen Anfragen, hängen Entscheidungen an einer einzigen Person?
- Kennzahlen: Welche Zahlen liegen vor, welche fehlen, und welche sagen etwas über die Richtung? Welche wenigen Werte regelmäßig auf den Tisch gehören, beschreibt der Beitrag Kennzahlen, die ein Geschäftsführer wöchentlich sehen sollte.
Dazu gehören Gespräche mit Ihnen und, wo es sinnvoll ist, mit Schlüsselpersonen aus Ihrem Team. Oft zeigt sich schon hier, dass das Problem, mit dem Sie in die Beratung gehen, nicht das eigentliche ist.
Schritt 2: Zielbild — vom Ziel in drei Jahren rückwärts
Auf die Diagnose folgt das Zielbild: Wie soll Ihr Unternehmen in drei Jahren dastehen? Wir arbeiten dabei mit Backcasting, also vom Ziel her statt aus dem Ist heraus. So werden heutige Engpässe zu Aufgaben statt zu Grenzen. Wie die Methode im Einzelnen funktioniert, lesen Sie im Beitrag Backcasting: Warum Sie Ihre Strategie vom Ziel her planen sollten.
Schritt 3: Fahrplan — Maßnahmen, Reihenfolge, Verantwortliche
Vom Zielbild aus wird zurückgerechnet: Was muss in zwei Jahren erreicht sein, was in einem Jahr, was in den nächsten drei Monaten? Daraus entsteht ein Fahrplan, der drei Dinge festhält:
- Maßnahmen: was konkret zu tun ist, so beschrieben, dass Ihr Team oder ein Dienstleister damit arbeiten kann.
- Reihenfolge: was zuerst kommt, was darauf aufbaut und was bewusst warten muss.
- Verantwortliche: wer im Unternehmen für welche Maßnahme zuständig ist und bis wann.
Gerade die Verantwortlichen werden oft unterschätzt. Ein Fahrplan, in dem bei jeder Maßnahme „Geschäftsführung“ steht, scheitert am Kalender des Geschäftsführers.
Schritt 4: Begleitung — bis zum Ergebnis
Ein Plan in der Schublade verändert nichts. Deshalb endet die Beratung nicht mit der Übergabe eines Dokuments. Die ersten Maßnahmen beginnen schon während der Beratungszeit. Wir prüfen gemeinsam, ob sie greifen, wo es hakt und wo der Kurs nachgesteuert werden muss. So wird aus dem Fahrplan ein Arbeitsinstrument.
Wie viel eigene Zeit Sie einplanen sollten
Eine Strategieberatung findet mit Ihnen statt, nicht über Sie. Das Wissen über Ihren Betrieb, Ihre Kundschaft und Ihr Team liegt bei Ihnen; ohne Sie entsteht kein tragfähiges Zielbild. Planen Sie die gemeinsamen Termine deshalb fest im Kalender ein und schützen Sie sie vor dem Tagesgeschäft. Dazu kommt Zeit zwischen den Terminen: Unterlagen zusammenstellen, Zwischenergebnisse mit Ihrem Team besprechen, Entscheidungen treffen. Wie sich die Beratungstage im Einzelnen verteilen, stimmen wir vorab mit Ihnen ab, passend zu Saison und Auslastung Ihres Betriebs.
Was Sie als Geschäftsführer vorbereiten sollten
Drei Dinge machen die Beratungstage deutlich ergiebiger:
- Zahlen: die betriebswirtschaftliche Auswertung, Umsatz nach Leistungen oder Kundengruppen, Personalstand und offene Stellen, die Herkunft Ihrer Anfragen, soweit vorhanden. Was fehlt, ist selbst ein Befund.
- Fragen: die Fragen, die Sie seit Langem beschäftigen und im Alltag nie zu Ende denken. Schreiben Sie sie vor dem ersten Termin auf.
- Beteiligte: Wer muss mitreden, damit der Fahrplan getragen wird? Mitgesellschafter, Führungskräfte, Schlüsselpersonen. Klären Sie früh, wer an welchem Termin dabei ist.
Was am Ende schriftlich vorliegt
- Beratungsbericht: Er dokumentiert Diagnose, Zielbild und Fahrplan und ist zugleich Teil des Verwendungsnachweises gegenüber dem BAFA.
- Fahrplan: Maßnahmen mit Reihenfolge, Verantwortlichen und Meilensteinen.
- Kennzahlen: die Werte, an denen Sie den Fortschritt messen.
- Anforderungen für die Umsetzung: zum Beispiel, was eine neue Website oder ein KI-Werkzeug leisten muss, als Grundlage für Angebote von Dienstleistern.
Was ausdrücklich nicht dazugehört
Die Beratung klärt, was zu tun ist und warum. Die Umsetzung gehört nicht dazu: eine Website gestalten und programmieren, Kampagnen aufsetzen und schalten, KI-Systeme einrichten oder anbinden. Diese Leistungen werden getrennt beauftragt und abgerechnet und sind nicht förderfähig, auf Wunsch über die Spezialisten unserer Markengruppe (pxMEDIA, pxMEDIA AI, myrocketpage) oder über einen Dienstleister Ihrer Wahl. Warum diese Trennung Ihren Zuschuss schützt, erklärt der Beitrag Beratung oder Umsetzung?
Ein Beispiel aus dem Alltag
Denken Sie an einen inhabergeführten Betrieb, der seit einiger Zeit festhängt. Aufträge wären da, doch es fehlen Leute, um sie abzuarbeiten. Gleichzeitig wächst das Unternehmen nicht mehr, und der Geschäftsführer fragt sich, ob er zuerst Personal suchen oder zuerst das Wachstum anschieben soll. Beides scheint auf das jeweils andere zu warten.
In der Diagnose zeigt sich, dass beide Probleme an derselben Stelle hängen: Viele Abläufe laufen über den Geschäftsführer selbst, die erfahrensten Mitarbeitenden stecken in Routine, und für Bewerber ist nicht erkennbar, warum sie gerade hier arbeiten sollten. Das Zielbild beschreibt, wie der Betrieb in drei Jahren aufgestellt sein soll: welche Leistungen er anbietet, wie das Team zusammengesetzt ist, welche Rolle der Geschäftsführer hat. Der Fahrplan legt die Reihenfolge fest: zuerst Entlastung und klare Zuständigkeiten, parallel ein geschärftes Arbeitgeberbild, danach die Neukundengewinnung. Jede Maßnahme hat eine verantwortliche Person. Die neue Karriereseite beauftragt der Geschäftsführer anschließend getrennt. Was in der Personalgewinnung im Mittelstand heute wirkt, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Förderung: Die Reihenfolge zählt
Die ONFYR Beratung ist über das BAFA förderfähig; Michael Selck ist dort als Berater akkreditiert (ID 228667). Bei einer Bemessungsgrundlage von 3.500 € beträgt der Zuschuss im Fall einer Bewilligung 2.800 € in Gebieten mit 80 % Förderquote, Ihr Eigenanteil liegt dann bei 700 €; in Gebieten mit 50 % sind es 1.750 € Zuschuss und 1.750 € Eigenanteil. Die Reihenfolge ist zwingend: erst der Antrag, dann das Informationsschreiben des BAFA, erst danach Beratungsvertrag und Beginn der Beratung. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht; das BAFA entscheidet nach Ermessen. Was das für Sie bedeutet, zeigt der Abschnitt zur BAFA-Förderung für Ihre Beratung auf unserer Startseite.
Ihr nächster Schritt
Ob fünf Beratungstage für Ihre Lage der richtige Rahmen sind, klären wir im kostenlosen Erstgespräch: 30 Minuten, unverbindlich. Welche Fragen Sie dort jedem Berater stellen sollten, zeigt der Beitrag Wie finde ich den passenden Unternehmensberater? Fragen Sie ein Erstgespräch über unser Kontaktformular an oder buchen Sie direkt einen Termin per Microsoft Teams oder Telefon; werktags meldet sich innerhalb von 24 Stunden ein Mensch. Ida beantwortet Ihre erste Frage auch direkt hier auf dieser Seite.